Lkw-Brand legt Tunnel auf der A10 lahm

Tauernautobahn gesperrt: Lkw-Brand im Brentenbergtunnel sorgt für lange Staus und Chaos

Lkw-Brand legt Tunnel auf der A10 lahm

Ein brennender Lkw hat am Freitagabend die Tauernautobahn A10 massiv beeinträchtigt. Der Brand entstand im Brentenbergtunnel bei Werfen. Seitdem bleibt der Tunnel in Fahrtrichtung Salzburg gesperrt. Autofahrer zwischen Golling und dem Knoten Pongau brauchen viel Geduld. Die Sperre trifft eine der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen Österreichs mitten im Reiseverkehr.

Video: Freiwillige Feuerwehren Pongau

Der Unfall ereignete sich an der Tunneleinfahrt in Richtung Salzburg. Flammen und Rauch breiteten sich rasch aus. Einsatzkräfte rückten binnen Minuten an. Die Feuerwehr Werfen bestätigte den Brandort im 594 Meter langen Brentenbergtunnel bei Sulzau.

Bilder: Freiwillige Feuerwehren Pongau

Fahrer rettet sich selbst aus dem Tunnel

Der Lkw-Fahrer reagierte schnell. Er befreite sich eigenständig aus dem Führerhaus. Danach lief er durch den Tunnel in Richtung Süden. Nach wenigen Metern brach er erschöpft zusammen. Feuerwehrkräfte aus Golling erreichten den Mann rasch. Das Rote Kreuz brachte ihn mit leichten Verletzungen ins Landeskrankenhaus Salzburg.

Die Einsatzleitung löste Alarmstufe 2 aus. Rund 110 Feuerwehrleute aus Werfen, Pfarrwerfen, Bischofshofen und Golling kämpften gegen die Flammen. Sie brachten den Brand noch am Abend unter Kontrolle.

Tunnelsperre dauert länger als geplant

Die Sperre des Brentenbergtunnels sorgt weiter für große Probleme. Fachleute prüfen derzeit die Statik und die Bausubstanz. Hitze und Rauch setzten dem Bauwerk stark zu. Experten rechnen mit einer längeren Sperre. Der Tunnel öffnete erst im Juni nach einer teuren Sanierung wieder.

Projektleiter Hanspeter Treichl betonte die Bedeutung der neuen Sicherheitstechnik. Diese Maßnahmen retteten laut seiner Einschätzung Menschenleben. Trotzdem braucht die ASFINAG detaillierte Untersuchungen, bevor Reparaturen starten.

Umleitungen bringen das Salzachtal an die Grenzen

Der Verkehr fließt aktuell über die Salzachtalstraße B159. Dort staut es sich zeitweise massiv. Autofahrer benötigten am Samstagvormittag fast eine Stunde von Bischofshofen nach Werfen. Gegen Mittag entspannte sich die Lage etwas. Auf der A10 reichte der Stau dennoch bis Hüttau zurück.

Besonders hart trifft die Situation Busse und Lkw. Sie müssen großräumig über die A9 und A1 ausweichen. Viele Urlauber aus Deutschland, den Niederlanden und Tschechien stecken im Rückreiseverkehr fest.

Drohen neue Dauerstaus auf der Tauernautobahn?

Wie lange die Sperre anhält, bleibt offen. Die ASFINAG plant weitere Schritte erst nach Abschluss aller Gutachten. Klar ist schon jetzt: Die Tunnelsperre belastet den Pongau stark. Anwohner und Reisende müssen sich auf weitere Staus einstellen. Wer kann, sollte den Bereich großräumig meiden.

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